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Haushaltsrede

Hier zum Nachlesen die Haushaltsrede von Eberhard Kaufmann:

Haushaltsrede 2018
Doppelhaushalt 2019 2020
                                             
Sehr geehrter Herr Bürgermeister Schmalenbach,
sehr geehrte Frau Kämmerin Plate Ernst,
sehr geehrte Damen und Herren der Verwaltung;
liebe Kolleginnen und Kollegen des Rates,
liebe Zuhörerinnen und Zuhörer,
Wir haben heute die Aufgabe den  Doppelhaushalt 2019/20 zu verabschieden. Seit der Vorlage des Haushaltsplans haben wir die Gelegenheit gehabt uns intensiv mit dem vorliegenden Zahlenwerk zu beschäftigen. Da wir nach wie vor von sehr guten Steuereinnahmen und Zuweisungen bei Einkommen- und Umsatzsteuer profitieren, gibt es in unserer Gemeinde nach wie vor Gestaltungsmöglichkeiten. Für beide Haushaltsjahre wird nach den vorliegenden Zahlen, die Vorgabe des Haushaltssicherungskonzepts eingehalten. Die Kämmerin plant mit Defiziten von 998 bzw. 567 Tausend  Euro für die nächsten beiden Jahre. Es stimmt mich nachdenklich, dass wir trotz Rekordzahlen auf der Einnahmeseite immer noch keinen ausgeglichenen Haushalt  vorweisen können.  Wir können nur hoffen, dass Bund und Land weiterhin dafür sorgen, dass es den Kommunen künftig weiterhin besser gehen wird.
Hervorzuheben ist, dass es in den nächsten zwei Jahren keine Steuererhöhungen geben soll. Auch bei den ohnehin schon geringen freiwilligen Leistungen stehen keine Ausgaben auf dem Prüfstand. Die von der Gemeinde zu beeinflussenden Steuern werden aber wohl in den folgenden Jahren steigen müssen um den Ausgleich des Haushalts bis zum Jahr 2022 zu gewährleisten. Da fragt man sich dann schon, warum vor allen Dingen Bundespolitiker aller Fraktionen immer wieder Steuerentlastungen für den Bürger fordern und gleichzeitig den Kommunen die Aufgabe lassen diese Geschenke in Form von Steuererhöhungen wieder kaputtzumachen. Schade, dass hier mit so wenig Weitblick umgegangen wird.
Ein weiteres Risiko für unseren Haushalt sehen wir in der Entwicklung der Konjunktur und des damit verbundenen Zinsmarktes. Wir sind zwar eine Kommune, mit einer noch relativ geringen Pro-Kopf Verschuldung, haben aber aus den vergangenen Jahren Altlasten an  Kassenkrediten, die bei einem Zinssprung alles Erreichte kaputt machen könnte.
So werden wir bei weiteren Investitionen versuchen müssen möglichst hohe Förderungen von Land, Bund oder EU zu bekommen, um das eigene finanzielle Risiko zu begrenzen.
Wir glauben allerdings, dass es mit der aktuellen Landesregierung möglich sein wird die finanzielle Ausstattung der Kommunen deutlich zu verbessern. In Düsseldorf hat man wohl verstanden, dass nur florierende Städte und Gemeinden für eine gute Stimmung bei den Bürgerinnen und Bürger unseres Landes sorgen können.  Es fließt endlich mehr Geld aus Düsseldorf auch in den ländlichen Raum.
Mehr als 20 Jahre Unterfinanzierungen der Kommunen haben ihre Spuren quer durch das ganze Land hinterlassen. Es wird höchste Zeit, dass hier wieder gegengesteuert wird. So muss  dringend der Verbundsatz wieder auf den alten Stand von 28% angeglichen werden. Ohne diese Veränderung werden die Kommunen Ihre hohen Schuldenberge nicht mehr tilgen können.
Die Aufgaben der Kommunen sind in den letzten Jahren immer weiter angewachsen, da auch die Erwartungen der Bürgerinnen und Bürger an den Staat gewachsen sind. So sind die Ausgaben für Bildung, den demographischen Wandel, den Umweltschutz und die Integration deutlich angestiegen.
Bedingt durch die Flüchtlingswellen der vergangenen Jahre hat es in der Welt einen deutlichen Rechtsruck gegeben. Wir haben hier die Aufgabe die Integration der zu uns gekommenen Menschen aus anderen Kulturen zu begleiten und umzusetzen. Der Bund ist auch hier gefordert die finanzielle Grundlage für die Integration zu liefern. Es muss uns gelingen, anerkannte Flüchtlinge in unsere Gesellschaft einzubinden, ihnen die Möglichkeit geben sich zu bilden und den Lebensunterhalt durch Arbeit selbst zu gestalten. Nur so bekommen wir diese Menschen von der Straße.
Hierzu ist es erforderlich, dass auch die komplette Integrationspauschale des Bundes durch die Länder weitergegeben wird. Hat die Rot-Grüne Vorgängerregierung in 2016-2018 diese Bundesmittel noch komplett im eigenen Haushalt vereinnahmt, so leitet die NRW Koalition im nächsten Jahr den Betrag von 432,8 Mio. Euro an die Kommunen weiter. Lücken bei der Finanzierung zur Unterbringung müssen schnellstens ausgeglichen werden.
Bei nicht anerkannten aber geduldeten Flüchtlingen  darf es nicht sein, dass die Kommunen hier auf den Kosten für Unterbringung und Versorgung sitzen bleiben.
Ich wünsche mir für die Zukunft, dass wir uns mehr darauf besinnen, ein christlich geprägtes Volk zu sein, in dem Nächstenliebe und Toleranz wieder mehr an Bedeutung gewinnen. Kein Verständnis habe ich für die Mitmenschen, die sich an Hetze und Parolen Schreierei der rechten Szene beteiligen. Haben wir denn schon vergessen, dass viele in unserer heutigen Gesellschaft Nachkommen derer sind, die durch zwei Weltkriege selber zu Vertriebenen und Flüchtlingen geworden sind. Besinnen wir uns darauf, dass nicht jeder Flüchtling eine schlechter Mensch ist, und grundsätzlich als kriminell zu gelten hat, sondern auch ein Recht hat wie ein Mensch behandelt zu werden. So haben wir es doch auch geschafft, viele der in den vergangenen Jahren zu uns gekommenen Gastarbeiter in unser  Leben zu integrieren.
Meine Damen und Herren,
unser vorliegender Haushalt bewegt sich für jedes Jahr auf der Einnahmeseite bei jeweils über 14 Millionen Euro . Dem stehen Ausgaben in Höhe von etwa 15 Mio Euro entgegen.
Betrachtet man die Steuereinnahmen für 2019 in Höhe von etwa 9,8 Mio. Euro und stellt die Transferleistungen in Höhe von 6,1 Mio. dem gegenüber bleiben uns davon 3,7 Mio. Euro. Bisher betrug diese Summe etwa 2,6 Mio. Euro.  Immer noch benötigen wir riesige Summen unserer Einnahmen für die Umlagefinanzierung von Kreis und Landschaftsverband. Aber auch die Gewerbesteuerumlage und Einheitslasten schlagen mit etwa 600 Tsd. Euro zu Buche.
Wir haben auch in den vergangenen Jahren Dank unseres Gemeindeentwicklungskonzepts Investitionszuschüsse in bisher nicht dagewesener Höhe erhalten. Hierdurch ist es gelungen die Gemeinde deutlich weiterzuentwickeln.
Entgegen aller Befürchtungen hat sich der Rückgang der Einwohner deutlich verringert. So haben wir auch in diesem Jahr die 7000 Mitbürger nicht unterschritten. Hoffen wir, dass durch das wachsende Baugebiet am Rotmilanweg auch die Geburtenrate weiterhin stabil entwickelt.
Neben dem Neubaugebiet Rotmilanweg ist vor allen Dingen der Neubau der Aula am Schulzentrum Rahlenberg das Projekt welches unsere Aufmerksamkeit in den nächsten Jahren erfordert. Ist die Aulas fertiggestellt, geht es an die grundlegende Renovierung und Modernisierung der Hauptschule zu einer modernen Grundschule. Hoffen wir, dass wir auch diese Aufgabe finanziell schultern werden. Hoffentlich werden sich Bund und Länder kurzfristig über den geplanten Digitalpakt einig, damit wir auch im IT Bereich investieren können. Das Kompetenzgerangel zwischen Bund und Ländern muss hieraufhören. Der Streit über die Methodik sollte nicht die Zielsetzung einer Ausstattung unserer Schule mit zeitgemäßer IT-Infrastruktur überlagern. Wie sind froh, dass die zukünftig anstehende Zusammenlegung der Grundschulen von allen Beteiligten positiv mitgetragen wird. Denn mit der Fertigstellung des Bildungszentrums werden dann auch die Tage der Grundschule in Hüinghausen gezählt sein. Und auch die VHS wird dann über moderne Studienräume verfügen.
Mit drei in freier Trägerschaft befindlichen Kindertagesstätten sind wir sehr gut aufgestell und belegen bei der Versorgungsquote den Spitzenplatz im Vergleich mit den anderen sieben Kommunen im Jugendamtsbezirk des Märkischen Kreises. Das DRK Baut am Nelkenweg gerade die vierte Gruppe auf, so dass auch hier bisher noch benötigte Plätze erstellt werden. Das wird aber den Bedarf an Plätzen nicht zu hundert Prozent decken können. Neben den Kindertagesstätten gibt es noch Großtagespflegen auf privater Basis.
Das Jugendzentrum leistet seit Jahren gute Arbeit. Da wir in Herscheid nicht über ein eigenes Jugendamt verfügen erfolgt die Finanzierung der Jugendarbeit über das Jugendamt des Märkischen Kreises. Diese erfolgt indirekt doch über die Herscheider Verwaltung, da sich das Jugendamt aus der differenzierten Kreisumlage finanziert.
Mit dem Sportplatz Müggenbruch verfügt Herscheid über einen modernen Kunstrasenplatz für den Fußball. Leider ist der Seniorenbereich hier derzeit nicht sehr erfolgreich. Hoffen wir, dass durch eine aktive Nachwuchsarbeit , teilweise auch durch Trainings- und Spielgemeinschaften mit benachbarten Vereinen, wieder bessere Tage kommen werden. Aber auch andere Sportarten machen Herscheid über die Gemeinde- und Kreisgrenzen bekannt. Besonders ist hier der Badmintonclub und der TC Wiesenthal zu nennen. Ebenfalls erfolgreiche Arbeit wird beim TV Grünenthal und Hüinghausen geleistet. Unser Dank geht an die unzähligen ehrenamtlichen die unsere Sportvereine mit ihrer Arbeit zu dem machen, was sie heute sind.
Große Mühe macht sich unser Kulturamt mit einem kleinen Etat viel Prominenz nach Herscheid zu holen. Dies gelingt immer wieder und die Veranstaltungen werden in der Regel auch sehr gut besucht. Nach Fertigstellung der neuen Aula bietet sich auch ein Raum mit neuen Möglichkeiten.
Leider hat sich die Landschaft an Herscheider Chören in den letzten Jahren dramatisch verschlechtert. Die Mehrzahl der Männerchöre hat aufgrund von Überalterung und fehlendem Nachwuchs aufgeben müssen. Die Verbleibenden haben ebenfalls große Probleme Nachwuchs zu bekommen, so ist abzusehen, dass es künftig keinen Chorgesang mehr in unserer kleinen Gemeinde geben wird. Damit fallen dann auch kulturelle Veranstaltungen weg. Schade drum !!!
In diesem Jahr wurde mit dem lange ersehnten Umbau des alten Schulplatzes begonnen. Der erste Bauabschnitt ist fast fertiggestellt und soll im Frühjahr 2019 feierlich eingeweiht werden. Gleichzeitig wurde auch das Mehrfamilienhaus der GWU am Alten Schulplatz fertiggestellt. Neben Seniorengerechten Wohnungen entstand im Erdgeschoß eine große Arztpraxis. Damit haben wir im Bereich Alter Schulplatz / Neuer Weg beide am Ort tätigen Hausärzte angesiedelt. Hoffen wir, dass wir hier auch in den nächsten Jahren entsprechende Nachfolgeregelungen bekommen um den hausärztlichen Bedarf auch weiterhin zu gewährleisten. Neben den beiden Hausärztlichen Praxen finden wir hier auch noch den einzigen am Ort ansässigen Zahnarzt. An dieser Stelle möchte ich einen Exkurs in die Gesundheitsversorgung vor Ort machen. Momentan sieht es hier auf Seiten der Hausärzte noch ganz gut aus. Nichtsdestotrotz müssen wir zukünftig eine waches Auge haben und uns über Kurz oder Lang darüber unterhalten, wie wir die Versorgung sicherstellen. Auch nwenn wir als Kommune hier formal nicht zuständig sind, müssen wir hier Anstrengungen unternehmen, da Gesundheit Grundbedürfnis und Standortfaktor zugleich sind. Soviel dazu.
Das durch einen Architektenwettbewerb entstandene Konzept zur Umgestaltung des Schulplatzes wurde eine Öffnung zum Neuen Weg durch eine moderne Sitzstufenanlage erreicht. Mit der Anpflanzung der Bäume und Aufstellung der Ruhebänke wird sich dieser Bereich als gemütlicher Aufenthaltsraum entwickeln. Leider gibt es auch eine Menge Kritiker, die dieses Konzept schon vor der Fertigstellung kaputtreden. Das ist schade, da wir doch jeder die Möglichkeit hatte, an den Bürgerwerkstätten zur Erstellung des Gemeindeentwicklungskonzepts teilnehmen konnte. Zunächst wurden hier jetzt einige Parkplätze mit Zeitbegrenzung durch Parkscheiben eingeführt. Es bleibt zu beobachten, ob die Anzahl ausreicht .
Aber auch bei den Dorfwiesen gab es diese Besserwisser, doch heute hört man von dort nur noch Gutes.
Das Straßen- und Wegenetz unserer Gemeinde ist sehr groß. Die Finanzierung  zur Unterhaltung ist hier schon seit Jahren sehr schwierig. Aufgrund der sehr guten Finanziellen Entwicklung und der letzten relativen milder Winter könnten immer zusätzliche Mittel in die Deckensanierung gesteckt werden. Leider können aber nach wie vor nicht alle Straßen, die es sicherlich nötig haben, repariert werden. Der letzte Jahrhundertsommer sollte aber auch dem letzten die Augen geöffnet haben, dass unser Wegenetz so Instandgehalten und im Wirtschaftswegenetz auch erweitert werden muss, dass große Waldbrände nicht außer Kontrolle geraten, nur weil wir es vorher nicht auf die Reihe bekommen haben, uns mit dem erstellten Wegekonzept auseinanderzusetzen. Auch die Forstwirtschaft benötigt Wege, über die ein gefahrloser Abtransport des Holzes möglich ist. Das ist heute leider nicht überall in unserer Gemeinde sichergestellt. Fest steht, dass das erstellte Wegekonzept alsbald aus der Schublade, in der es derzeit schlummert, herausgeholt werden muss!

Bei weiter anhaltender guter Konjunktur wird auch die Nachfrage nach Bauland für die Industrie stetig steigen. Wir werden hier nach Lösungen suchen müssen, die die Existenzen unserer heimischen Landwirte in keiner Weise gefährden darf. Auch Bauland für den Wohnungsbau wird nach wie vor benötigt. Hier wurde seitens der Gemeinde Vorsorge durch Zukauf von Grundflächen getroffen. Leider geht dies dann irgendwann auch zu Lasten der heimischen Landwirtschaft.
Zu den Aufgaben der nächsten Jahre gehört auch Lösungen für immer mehr Brachen und Schrottimmobilien zu finden. Allgegenwertig ist hier das  Presswerkgebäude an der Hohle Straße und auch die ehemaligen Industriegebäude im Bereich des Elsetals. Leider befinden sich die meisten dieser Grundstücke und Gebäude im Privatbesitz und es gibt kaum Handlungsmöglichkeiten. Um Abhilfe zu bekommen, können wir nur an Landes- und Bundespolitik appellieren entsprechende Rahmenbedingungen zu schaffen. Zu einem modernen Auftritt der Gemeinde gehört es auch sich um die Beseitigung von Schandflecken zu kümmern. Wir wünschen uns, dass durch den Demographischen Wandel entstehende Leerstände durch moderne Umbaumaßnahmen einem neuen Nutzerkreis zugeführt werden können. Dazu gehören neben finanziellen Anreizen auch gegebenenfalls erforderliche B Plan Änderungen. Dadurch wird sicherlich erreicht, dass sich auch die Bewohner im Dorfkern jünger werden.
In diesem Jahr wurde in Herscheid am Konzept der Müllabfuhr eine Änderung durchgeführt. Das über Jahre bewährte System mit den kleinen runden Müllmarken wurde über Bord geworfen, da es nicht mehr zeitgemäß war und die Kosten allein für die Marken immer mehr explodierten. Alle Herscheider Bürgerinnen und Bürger, mit Ausnahme der Müllschleusen, bekamen neue Mülltonnen mit Transpondern, die beim Ausleeren am Müllfahrzeug erfasst und registriert werden. Dies hat sich jetzt schon bewährt. Für 2019 bleiben die Abfuhrkosten stabil.
Das Gleiche gilt auch für die Abwassergebühren, auch hier gebührentechnisch alles beim alten. Zum Beginn des neuen Jahres wird unser Abwasserwerk in die gemeinsame Abwassergesellschaft mit der bisherigen SEL Lüdenscheid eingebracht.
Die wurde erforderlich um die hohen wasserrechtlichen Ansprüche leisten zu können und den Arbeitsschutz zu sichern. Es wird aber auch zukünftig getrennte Kalkulationen für den Herscheider und den Lüdenscheider Abwasserbereich geben. Die vom Herscheider Rat beschlossenen Fakten des Abwasserbeseitigungskonzepts müssen auch von der neuen SELH umgesetzt werden. Auch künftig wird an mehreren Tagen in der Woche der gewohnte Ansprechpartner im Rathaus anwesend sein, um sich den Anliegen der Bürger zu stellen
In dieser Woche läuft die Frist zur Einreichung begründeter Einsprüche zur geplanten Höchstspannungstrasse von Dortmund bis nach Dauphersberg in Rheinlandpfalz ab. Neben der Verwaltung haben auch zahlreich Anwohner ihre Einwände formuliert und abgegeben. Hoffen wir, dass sich die Bezirksregierung von diesen auch etwas annimmt. Erst in der letzten Woche gab es eine Infoveranstaltung des Bundesverbands Kompaktmasten. Sollte die Bezirksregierung diese Alternative aufgreifen, könnte die gesamte Trasse deutlich schmaler werden. Wir müssen uns aber darüber bewusst sein, dass der Bau der Höchstspannungsleitung nicht aufzuhalten ist.
Der in diesem Jahr verabschiedete Brandschutzbedarfsplan muss nun in den nächsten Jahren umgesetzt werden. Da in den vergangenen Jahren sehr viel in die Ausrüstung der Wehr gesteckt wurde, und die Feuerwehrkameradinnen und Kameraden die moderne Ausstattung auch zu schätzen wissen, ist der Augenmerk des neuen Brandschutzbedarfsplans auf die Gerätehäuser gelegt. Als erstes soll das Gerätehaus der Löschgruppe Rärin auf modernsten Stand gebracht werden. Da ein Umbau fasst die gleichen finanziellen Rahmen gehabt hätte, und dann dennoch nicht optimal gewesen wäre, haben wir uns für einen Neubau entschieden.
Nach Fertigstellung  wird es dann mit der Erweiterung des Gerätehauses in Herscheid weitergehen. Wir müssen aber bei allen Umbauplänen darauf achten, dass wir nichts überziehen, da längst nicht alle Feuerwehrkameradinnen und Kameraden von der Notwendigkeit aller Umbaupläne überzeugt sind. Am Ende aller Modernisierungen muss dann auch noch eine einsatzwillige Mannschaft stehen und nicht ein zerstrittener Haufen.
Neben allen diesen Mamut Aufgaben dürfen wir aber auch die weitere Modernisierung unseres Warmwasserfreibades nicht aus dem Auge verlieren. Die CDU Fraktion ist sich darüber bewusst, dass das Freibad zu einem über die Gemeindegrenzen bekannten Aushängeschild gehört. Das Freibad wird auch nach einer Sanierung keine Gewinne abwerfen und weiterhin aus Haushaltsmitteln subventioniert werden müssen. Es ist dringend erforderlich für den Neubau des Schwimmerbeckens auf Fördermittel zurückgreifen zu können, da es sehr schwierig wird diese Summen aus dem laufenden Investitionshaushalt zu finanzieren, ohne das andere Vorhaben auf der Strecke bleiben. Wir sind guten Mutes, dass es unserer Verwaltung gelingt mögliche Fördertöpfe durch entsprechende Anträge anzuzapfen.
In diesem Jahr wurde die Gemeindeverwaltung wieder turnusgemäß durch die GPA geprüft. Leider steht dem hohen Kostenaufwand für diese Prüfung nichts gegenüber, dass zu Einsparungen für unsere Bürgerinnen und Bürger führen könnte. Im Gegenteil bei Umsetzung der Vorschläge entstehen zum einen erhöhte Verwaltungskosten und zum anderen würden unsere Bürgerinnen und Bürger übermäßig hoch selber zur Kasse gebeten. Wir werden weder der Reduktion von Spielplätzen, noch dem Neubau von Straßen mit KAG Maßnahmen zustimmen.
Meine Damen und Herren,
die CDU Fraktion ist der Meinung, dass unser Herscheid sich durch all diese Maßnahmen für die Zukunft sehr gut aufgestellt ist. Zu den noch zu bewältigenden Aufgaben gehören Maßnahmen, die dem Demographischen Wandel gerecht werden. Unser Dank gilt hier Frau Brüggemann, die am gegründeten Netzwerk sehr stark mitgearbeitet hat. Leider wird sie uns verlassen und die Verwaltung wird ihre Aufgaben intern neu verteilen. Wir wünschen den Nachfolgern viel Erfolg und sichern unsere Unterstützung zu. Nich aus den Augen verlieren werden wir auch die Notwendigkeit weiteren Seniorengerechten Wohnraum und Betreuungsplätze zu schaffen.
Die CDU Fraktion dankt allen Ehrenamtlichen Helfern in Vereinen und Verbänden für ihr unermüdliches Schaffen zum Wohle der Bürger. Wir appellieren an alle Bürgerinnen und Bürger sich in unseren zahlreichen Vereinen und Verbänden einzubringen und an der Attraktivität unseres Heimatortes mitzuarbeiten.
Allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der gemeindlichen Einrichtungen, wie Schulen, Jugendzentrum gilt ebenso unsere Hochachtung, wie den vielen freiwilligen Helfern, die sich in ihrer Freizeit um Hilfsbedürftige kümmern ohne auch einem Verein anzugehören. Ob in der Kinderbetreuung, der Weiterbildung, der sportlichen Bestätigung, der Betreuung unserer älteren Bürgerinnen und Bürger und in der Flüchtlingsbetreuung überall in der Gemeinde sind fleißige Hände am Werk.
Unser besonderer Dank gilt allen Denen, die in ihrer Freizeit wie auch in Dienstzeiten, an Werktagen und an Sonn- und Feiertagen, ob Tags oder Nachts stets bereit sind bei Feuerwehr und Rettungswesen ihr eigenes Leben für Hilfsbedürftige und in Not geratene aufs Spiel zu setzen. Brände; Unwetter oder Unfälle lassen sich in Ihrem Verlauf nicht planen, so dass die freiwilligen Helfer dort oft selbst gefährdet werden. Der Jahrhundertsommer hat uns gezeigt, wie wichtig bei Extremwetterlagen eine funktionierte auch über die Gemeindegrenzen zusammenarbeitende Feuerwehr ist.
Den Mitarbeitern des Bauhofs danken wir ebenfalls für ihre ständige Bereitschaft. Sie sind für uns an vielen Bereichen im Ort tätig, ohne dass wir das registrieren. Danke auch für einen sehr gut funktionierenden Winterdienst.
Zum Schluss bedanken wir uns die Ihnen Herr Bürgermeister Uwe Schmalenbach und bei Ihnen Frau Plate Ernst für die geleistete Arbeit in der Verwaltung. Unser Dank geht auch an das gesamte Rathausteam, dass versucht mit viel Bürgernähe zu einem modernen Dienstleistungsbetrieb beizutragen.
Die CDU Fraktion bedankt sich bei den Kollegen der anderen Ratsfraktionen für die gute vertrauensvolle Zusammenarbeit. Es ist wichtig für eine gute Demokratie, dass man unterschiedliche Positionen kontrovers diskutiert und am Ende zu tragbaren Kompromissen kommt, so wie es bei uns immer wieder geht.
Wir werden dem Haushaltsplanentwurf mit allen dazugehörigen Begleitplänen zustimmen.
Ich bedanke mich für Ihre Aufmerksamkeit und wünsche Allen Bürgerinnen und Bürgern unserer Heimatgemeinde eine ruhige, besinnliche Advents- und Weihnachtszeit und ein glückliches, erfolgreiches und vor Allem anderen gesundes Jahr 2019.

Eberhard Kaufmann  CDU Fraktion
Herscheid, den 17.12.2018

 


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